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Hilfreiche Tipps

Was Sie noch beachten sollten ...

... bei der Krankenhauswahl

... bei der Krankenhauswahl

Sicherlich wird Ihnen der Orthopäde mehrere Operationszentren in Ihrer Nähe nennen. Einige Operationskliniken stellen sich im Internet vor. Viele bieten auch Informationsveranstaltungen rund um die Hüftoperation an, die Sie bei Gelegenheit unbedingt besuchen sollten.

Verschaffen Sie sich ein umfassendes Bild zu allen relevanten Fragen bei der Krankenhauswahl!

  • Wie viele Hüftoperationen werden dort jährlich durchgeführt?

  • Mit welchen Hüftsystemen wird gearbeitet?

  • Können Ihre Anforderungen damit ideal abgedeckt werden?

  • Besitzt das Haus eine besondere Kompetenz im Bereich Hüftendoprothetik?

  • Welche Möglichkeiten bietet das Haus für die Reha-Behandlung bzw. mit welchen Reha-Zentren arbeitet es zusammen?

  • Ist man flexibel, sich auf Ihre ganz eigenen Reha-Wünsche einzustellen?

  • Sind Ihnen das Haus und die dort arbeitenden Menschen sympathisch?

  • Wie weit – entfernungsmäßig und zeitmäßig – sind Sie maximal bereit, sich von Ihrem Zuhause zu entfernen?

  • Wie steht es um die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sodass Verwandte oder Bekannte Sie leicht besuchen können?

  • Gibt es einen schönen Außenbereich für Ihre eigenständigen Gehversuche?

... zur Vorbereitung auf die OP

... zur Vorbereitung auf die OP

Ihr Arzt wird Ihnen konkrete Anweisungen zur Vorbereitung auf die Hüftersatzoperation geben. Daran müssen Sie sich unbe-
dingt halten. Denn nur mit Ihrer Mitarbeit kann die Behandlung zum gewünschten Erfolg führen. Hier einige weitere allgemeine Tipps.

Steuern Sie Ihr Allgemeinbefinden positiv aus!

  • Falls Sie bisher geraucht haben, bemühen Sie sich, damit aufzuhören oder es zumindest zu reduzieren

  • Wenn Sie Übergewicht haben, bemühen Sie sich, Gewicht abzubauen. Fettleibigkeit bringt immer ein erhöhtes Opera-
    tionsrisiko mit sich. Außerdem belastet jedes Kilo zu
    viel unnötig Ihre neue Hüfte

  • Achten Sie auf ausgewogene Ernährung. Ein guter Ernährungsstatus vor dem Eingriff ist gut für den anschließenden Heilungsprozess

  • Verzichten Sie drei Wochen vor der Operation auf die Einnahme von „Blutverdünnern" wie z.B. Acetylsalicylsäure,
    die in Präparaten wie z.B. „Aspirin" enthalten sind

Organisieren Sie im Vorfeld, was Sie hinterher entlastet!

  • Im Sanitätshaus gibt es einige Artikel, die Ihnen in der ersten Zeit mit Ihrer neuen Hüfte behilflich sein können, vom erhöhten Toilettensitz bis zur Greifhilfe. Für vieles übernehmen die Krankenkassen bei ärztlicher Verordnung auf Antrag die Kosten. Informieren Sie sich schon vorher und richten Sie sich für hinterher geeignet ein

  • Erlernen Sie bereits vor der Operation den Gebrauch von Gehstützen. Es ist ratsam, zwei Gehstützen zu benutzen, da
    es bei einer Gehstütze zur Schiefhaltung kommt

... im Krankenhaus

... im Krankenhaus

Was genau Sie ins Krankenhaus mitbringen sollen, wird man Ihnen im Einzelfall mitteilen.

Sie benötigen für die Zeit im Krankenhaus unter anderem:

  • rutschsichere, geschlossene, leicht anziehbare Schuhe für die ersten Gehversuche mit der neuen Hüfte. Schlappen, Sandalen oder Hausschuhe bieten nicht ausreichend Halt. Turnschuhe sind ungeeignet, wenn man sie schnüren muss

  • einen Jogging-Anzug oder bequeme Freizeitkleidung für die Zeit, in der Sie schon wieder auf den Beinen sind. Um die Hüfte sollte reichlich Weite vorhanden sein, damit nichts unangenehm auf die frische Operationsnarbe drückt. Die Kleidung sollte schnell zu wechseln sein. Auch sollte sie gut den Zugang zur Wundinspektion sowie zur Verabreichung von Antithrombosespritzen im Oberschenkel erlauben.

... wenn Sie wieder zu Hause sind

Seien Sie aktiv! Und genießen Sie – soweit der Arzt seine Erlaubnis dazu gibt – Ihre wieder-
erlangte Bewegungsfähigkeit! Wer früher einen aktiven Lebensstil pflegte, kann jetzt dazu zurückkehren. Vermeiden Sie allerdings schwere körperliche Arbeit, ebenso Sportarten, die heftige Stoßbelastungen oder ein hohes Verletzungsrisiko für die Hüfte mit sich bringen.

Damit auch wirklich alles gut geht, sind einige Dinge unbedingt zu beachten.

  • Überschreiten Sie nie die Belastungsgrenzen, die Ihr Arzt Ihnen vorgibt. Auch wenn Sie sich topfit fühlen und die Ihnen vorübergehend gegebenen Gehhilfen am liebsten weglegen möchten. Nur Ihr Arzt kann sehr genau beurteilen, welche Belastung Ihre neue Hüfte in der jeweiligen Phase des Heilungsprozesses gerade verträgt

  • Nehmen Sie regelmäßig die Nachuntersuchungen wahr und lassen Sie sie in Ihrem Patientenpass eintragen

Liegen, sitzen und bewegen Sie sich richtig!

  • Schlafen Sie möglichst auf dem Rücken. Bei Seitenlage dürfen Sie in den ersten drei Monaten nach der Hüftersatzoperation die Beine nicht kreuzen. Legen Sie ein Kissen zwischen die Knie, um das zu verhindern. Liegen Sie dabei auf der unoperierten Seite

  • Sitzen Sie nicht mit überkreuzten Beinen. Und sitzen Sie möglichst aufrecht. Vermeiden Sie es, auf sehr tiefen oder extraweichen Sesseln zu sitzen, da dabei das Becken unvorteilhaft nach hinten gekippt wird. Richtiges Sitzen ist auch auf Dauer wichtig

  • Vermeiden Sie unnötiges Bücken beim Schuheanziehen, besser den Unterschenkel dazu erhöht ablegen oder einen langen Schuhlöffel benutzen

  • Was immer Sie tun: Beugen Sie Ihre neue Hüfte in den ersten drei Monaten nach der Operation, bis Gelenkkapsel und Muskeln ihre volle Stärke wieder aufgebaut haben, nie stärker als im 90°-Winkel.

  • Selbstverständlich können Sie nach der Operation auch wieder sexuellen Kontakt haben. Zunächst müssen Sie allerdings zur Schonung der neuen Hüfte verbotene Bewegungen vermeiden. Vermeiden Sie unbedingt, was die Hüftprothese überbelastet oder Schmerzen verursacht

Lernen Sie bei alltäglichen Dingen um!

  • Besser einen Trolley zum Einkaufen benutzen als Taschen oder Tüten schleppen

  • Festes Schuhwerk tragen und achtsam gehen, um nicht auszurutschen und hinzufallen

  • Mehr auf einem Stuhl als auf der Couch sitzen

  • Heben Sie keine schweren Lasten, auf keinen Fall in der nächsten Zeit nach der Hüftersatzoperation

  • Gehen Sie nicht in die Hocke.

  • Bücken Sie sich richtig

  • Auch wenn es leicht unelegant aussieht: die Fußspitzen beim Gehen und Stehen lieber etwas nach außen stellen als nach innen drehen, am besten gerade halten

  • Wenn Sie sich umdrehen, die Füße immer in die Richtung folgen lassen, in die auch der Oberkörper zeigt