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Operationsverlauf

Vor der OP

Vor der OP

Vor der Operation wird das Ärzteteam im Krankenhaus den Eingriff exakt planen und auch die Narkose ausführlich mit Ihnen besprechen.

  • Die Operationsplanung erfolgt anhand von Röntgen-
    aufnahmen oder anderen bildgebenden Verfahren, wobei bereits im Vorfeld festgelegt wird, welcher Prothesentyp der richtige für Sie ist und welches Modell Sie erhalten sollen

  • Bei der Narkose besteht die Möglichkeit einer Voll- oder Teilnarkose (Spinalanästhesie). Welches die geeignete Narkoseform ist, entscheidet der Anästhesist unter Berücksichtigung der Schwere des Eingriffs und des Patientenzustands, wobei auch Ihre Wünsche gehört werden

Sie sollten sich vor der Operation in einem möglichst guten Allgemeinzustand befinden. Versuchen Sie, Übergewicht zu reduzieren, denn das verbessert die Erfolgsaussichten der Operation.

Die Kniegelenkersatz-Operation wird unter Blutleere durch-
geführt. So wird der Blutverlust während des Eingriffs gering gehalten. Dennoch kann bei jedem chirurgischen Eingriff eine Bluttransfusion erforderlich werden. Viele Kliniken bieten deshalb die Möglichkeit einer Eigenblutspende vor der Operation an.

  • Der Körper muss zum Zeitpunkt der Blutentnahme frei von Infektionen bzw. Entzündungen sein

  • Deshalb ist in der Zeit vor dem Entnahmetermin alles zu vermeiden, was Infektionsherde im Körper entstehen lassen könnte

Zur Sicherheit wird Ihr gespendetes Blut in jedem Fall im Labor untersucht. Gegebenenfalls wird man Sie auffordern, die Spende zu wiederholen.

Operationsverlauf

Operationsverlauf

Bei der Kniegelenkersatz-Operation wird das Gelenk durch einen Schnitt an der Vorderseite des Knies offengelegt. Es besteht auch die Möglichkeit der minimal invasiven Implantation.

Der Eingriff dauert in der Regel ca. 60–90 Minuten und verläuft
für alle Formen von Kniegelenkersatz normalerweise immer in folgenden Schritten:

  • Zunächst werden Knorpelreste und Knochendeformationen beseitigt, sowie – je nach Umfang des Gelenkersatzes – der Meniskus auf der betroffenen Seite oder beide Menisken entfernt

  • Dann wird der Knochen an Ober- und Unterschenkel für die Aufnahme der Prothese präpariert. LINK bietet zur Implantation der Kniegelenkprothesen ein Spezialinstrumentarium an, das es dem operierenden Arzt erlaubt, die Knochenschnitte dreidimensional in allen Schnittebenen exakt zu planen und ebenso präzise durchzuführen

  • Manchmal kann der Arzt erst am offengelegten Gelenk dessen tatsächlichen Zerstörungsgrad erkennen und entscheidet sich dann während der Operation für einen größeren Ersatz. Hierzu kann er innerhalb des LINK® Knieprothesensortiments unter verschiedenen Modellen wählen

  • Vor Einsetzen des Implantats wird mit einer Probeprothese auf passende Größe und exakten Sitz geprüft. Nach erfolgreichem Probesitz wird der endgültige Kniegelenkersatz dauerhaft eingesetzt und dessen optimale Funktionsfähigkeit überprüft, bevor der Arzt die Operationsöffnung wieder schließt

Minimal invasive Implantation

Minimal invasive Implantation

Natürlich ist der operative Eingriff zur Implantation einer
Schlittenprothese wesentlich kleiner als ein Totalersatz.
Mit der MITUS® Operationstechnik und dem dazugehörigen
MITUS® Instrumentarium ist es LINK gelungen, den Eingriff
noch wesentlich schonender zu machen.

Mit MITUS® lässt sich die minimal invasive Implantation eines unikondylären Schlittens (Schlittenprothese) von einem kleinen Schnitt entlang der Kniescheibe aus vornehmen. Die umliegenden Muskeln und der Bandapparat werden beim Einbringen des Implantats nicht verletzt, überdehnt oder durchtrennt.

So ist in der Regel nur ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig, und das Knie ist schnell nach der Gelenkersatzoperation wieder belastbar. Weil Muskeln und Bänder kaum in Mitleidenschaft gezogen werden, verkürzt sich auch die aufwendige kranken-
gymnastische Aufbaubehandlung.

Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand:
kleinere Wunde, kleinere Narbe, schnellere Rehabilitation.

Nach der OP

Nach der OP

Wenn die Knieoperation unter Vollnarkose durchgeführt wurde,
findet das Aufwachen in der Regel pflegerisch betreut im Auf-
wachraum statt. Evtl. nach dem Eingriff vorhandene Wund-
schmerzen lassen sich medikamentös ausschalten.

Sobald der Allgemeinzustand sich nach dem Eingriff wieder
normalisiert hat, setzt die Frühmobilisation ein. Meist be-
ginnen die ersten Bewegungsübungen gleich am Tag der
Operation oder am Folgetag. Dabei lernen Sie, richtig vom
Bett aufzustehen und sich wieder hinzusetzen.

Sie werden angehalten, Ihr Knie zu strecken und zu beugen.
Das kann zunächst durch passive Bewegungsübungen ge-
schehen. Dabei wird das Bein auf eine Bewegungsschiene
gelegt, die das Bewegungsausmaß langsam steigert.

Ein Physiotherapeut bringt Ihnen noch im Krankenhaus bei, mit
zwei Unterarmstützen zu gehen. Bis zur Entlassung aus dem
Krankenhaus – nach Hause oder in eine Rehabilitationseinrich-
tung – sind Sie so weit mobil, dass Sie tägliche Verrichtungen
wie z.B. das Ankleiden und die Körperhygiene allein ausführen
können.

Im Zentrum der Rehabilitationsmaßnahmen steht die
Physiotherapie. Durch intensive Krankengymnastik wird
Ihre volle Gehfähigkeit zügig wiederhergestellt. Ihre aktive
Mitarbeit hilft dabei, schnell zum Ziel zu kommen.

Krankengymnastische Übungen dienen dazu, den Muskel-
aufbau
zu fördern. Oberschenkel- und Beinmuskulatur
werden gezielt trainiert. Kräftige Muskeln stabilisieren das
Gelenk aktiv und schützen es gegen falsche Bewegungen.
Dieser Zustand wird ungefähr nach sechs bis acht Wochen
muskulären Aufbautrainings erreicht.

Welche Rehabilitationsmaßnahmen im einzelnen Fall erfor-
derlich sind, stimmen Arzt und Physiotherapeut gemeinsam
ab. In jedem Fall müssen Sie in der Rehabilitationsphase
bisher selbstverständliche, alltägliche Bewegungsabläufe
umlernen,
sodass Sie Ihr neues Kniegelenk nicht falsch belasten.

Für den Erfolg der Operation und die Haltbarkeit des künst-
lichen Kniegelenks ist es wichtig, dass Sie sich auch zu Hause
konsequent an die Anweisungen von Arzt und Physio-
therapeuten halten
und das krankengymnastische
Übungsprogramm regelmäßig fortführen.