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Versorgungsvarianten innerhalb des LINK Kniesystems

Die endoprothetische Versorgung des Kniegelenks lässt sich bei entsprechender Indikation mit einem einseitigen oder kompletten Oberflächenersatz oder einem vollständigen Gelenkersatz vornehmen.

Es muss nicht immer das gesamte Kniegelenk ausgetauscht werden, sondern nur der Teil, der abgenutzt oder geschädigt ist.

Abhängig vom Grad und Ausmaß der eingetretenen Schädigung gibt es dafür unterschiedliche Arten von Kniegelenkprothesen.

Einseitiger Oberflächenersatz (Schlittenprothese)

Einseitiger Oberflächenersatz (Schlittenprothese)

Die LINK® Schlittenprothese ersetzt nur auf einer Seite die beschädigte Knorpeloberfläche der Gelenkrollen am Oberschenkelknochen.

Besonders häufig ist die innere Seite betroffen. Die Versorgung mit einer Schlittenprothese setzt beim Patienten einen stabilen Bandapparat voraus.

Bei diesem kleinsten Gelenkersatz am Knie wird eine kufen-
förmige Metallkomponente auf eine der Oberschenkelrollen (Kondylen) aufgesetzt. Man spricht deshalb auch vom „uni-
kondylären Schlitten“. Eine korrespondierende Kunststoff-
gleitfläche für den Schlitten wird über ein Verankerungsteil
und ebenfalls nur einseitig am Schienbeinkopf aufgebracht.



Die LINK® Schlittenprothese verkörpert die wohl schonendste Form einer Knieprothese. Sie erfordert nur eine minimale Knochenentfernung bei maximalem Knochenerhalt.

Weil für dieses Prothesenmodell kein unnötiges Knochenopfer gebracht werden muss und weil damit über viele Jahre sehr gute Langzeitergebnisse* erzielt wurden, eignet sich die LINK® Schlittenprothese speziell auch für die operative Sanierung des Kniegelenks schon im jüngeren Lebensalter.

Es ist auch die minimal invasive Implantation einer LINK® Schlittenprothese möglich, was den Aspekt der Schonung zum Wohl des Patienten noch weiter ausbaut.

*Annual Report 2007, The Swedish Knee Arthroplasty Register, www.knee.nko.se.

Kompletter Oberflächenersatz

Kompletter Oberflächenersatz

Bei Knorpelverschleiß auf der gesamten Gelenkfläche
ersetzt ein Oberflächenersatz die abgenutzte Knorpel-
oberfläche.


Der Oberflächenersatz setzt noch intakte Seitenbänder voraus.

Eine metallene Oberflächenprothese wird über die ganze Breite auf den Oberschenkelknochen aufgebracht. Dazu kommt eine Kunststoffplatte als Gleitfläche, die über ein Metallplateau je nach Knochenbeschaffenheit im Unterschenkelknochen verankert wird.



Das modulare LINK® GEMINI® SL® Knieprothesensystem
für den Oberflächenersatz erlaubt eine sehr differenzierte
Ausrichtung der Versorgung nach den individuellen Erfor-
dernissen des Patienten.


Sie lässt sich ideal auf die vorgefundene Knochensituation hin adaptieren. Falls auch der rückwärtige Knorpelbelag der Knie-
scheibe abgetragen ist und das Kniescheibengelenk Schäden aufweist, lässt sich der Ersatz innerhalb des Systems auch
hierauf ausweiten.

Gekoppelter oder achsgeführter Kniegelenkersatz (Totalknie)

Gekoppelter oder achsgeführter Kniegelenkersatz (Totalknie)

Die Rotations-Knieprothese ersetzt das gesamte Kniegelenk. Ein Totalersatz ist erforderlich, wenn über den Knorpelbelag hinaus auch die das Gelenk stabilisierenden Bänder nicht mehr intakt sind. Die Prothese übernimmt dann auch deren bewegungsführende Funktion.

Mit einer Totalendoprothese lassen sich außerdem Achskorrekturen am Bein vornehmen.



Die LINK® Rotations-Kniegelenkprothese Endo-Modell® stellt durch kombinierte Scharnier- und Rotationsbewegungen den natürlichen Bewegungsablauf im Knie nach.

So lässt sich z.B. der Unterschenkel mit zunehmender Kniebeu-
gung immer weiter nach innen oder außen drehen. Die Kniepro-
these ermöglicht ein natürliches Gangbild und führt das Knie sicher in der Bewegung.

Dazu wird sie mit Prothesenschäften in Oberschenkelknochen und Schienbein eingebracht. Dabei erfordert die Implantation der Rotations-Kniegelenkprothese aus dem totalen Kniegelenk-
prothesensystem von LINK nur eine sehr geringe Entfernung von Knochensubstanz. Die Resektion am Schienbeinkopf ist – wie bei allen LINK Knieprothesen – extrem sparsam, und auch die Prothesenschäfte wurden konsequent knochenschonend konstruiert.

Die LINK® Rotations-Kniegelenkprothese Endo-Modell® hat sich
seit über 30 Jahren bereits vielfach bewährt.

 

Innerhalb des LINK® Knieprothesensystems erfordert jedes dieser Modelle nur eine minimale Knochenresektion, und so ist für einen evtl. später erforderlichen Austauscheingriff noch ausreichend Knochensubstanz vorhanden.